6 Kommentare

  1. Gassenreh, Jakob
    Gassenreh, Jakob um | | Antworten

    Allerdings ist bei weiterem Wirken der Gender_Mainstream-Ideologie zu erwarten, dass die Hauptleidtragenden die Frauen sein werden. Denn wenn die eigentlichen weiblichen Vorteile und Überlegenheiten ausgeredet oder gar negativ bewertet werden, ist die innere Identität zerstört und es bleiben nur noch Äußerlichkeiten, die dann kultmäßig in den Mittelpunkt rücken (Diäten, Schönheitsoperationen, Castingshows usw.) [Kommunikationswissenschaftlerin Petra Grimm, 2010: Mädchen ziehen zunehmend Selbstbewusstsein daraus, Jungen als Sexobjekte zu dienen].
    Gefahr: Frau wird zur Ware (Leihmutter, Eizellenlieferantin, Prostitution usw.)
    Die Überredungs-Ideologie, dass Gleichberechtigung nur durch Aufhebung der Geschlechtrollenunterschiede möglich sei, kann bei Frauen mit den anderen selbst erlebten motivationalen Grundlagen zu inneren Konflikten und damit zu Depression und anderen ernsthaften psychischen Problemen führen [Moulton, 1977]
    Gleichheit kann sich höchstens addieren, Verschiedenheit kann wesentlich mehr erreichen.
    Die einseitig theoretisierende Gender Mainstreaming-Ideologie begeht den fundamentalen Irrtum, die als entscheidende menschliche Gegebenheit vorliegenden neurophysiologischen Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Mann völlig auszuklammern bzw. fälschlicherweise zu behaupten, diese festgelegten Gegebenheiten um– bzw. dekonstruieren zu können.
    [Einzelheiten bezüglich unüberbrückbarer Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Frau sind in dem Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 3. Auflage, Logos-Verlag, Ansbach, 2013 nachzulesen]

  2. Paul Gmeiner
    Paul Gmeiner um | | Antworten

    Eventuell braucht es ( leider Gottes ) wieder einmal eines großen Weltkrieges damit die Menschen wieder auf den Boden der Realität zurück finden ,anstatt sich mit schwachsinnigen Genderproblemen und sonstigen Zuständen die künstlich herbeigerufen werden zu befassen,damit einige eine Beschäftigungs und Daseinsberechtigung haben.
    Wenn Genderproblem gelöst werden sollen dann fangen sie doch damit in Ländern wie Saudi Arabien oder Brunei an die würden es nötiger haben.

  3. Michaela Mayer
    Michaela Mayer um | | Antworten

    In mir entsteht der Eindruck, dass der Gender-Mainstreaming-Begriff nicht richtig verstanden/interpretiert wird. Es geht dabei in keiner Weise um das biologische Geschlecht und womöglich um die Auflösung der Zweigeschlechtlichkeit.

    Es geht um eine Herausforderung für den Dialog der Geschlechter, es geht um eine geschlechtergerechte Perspektive , ein Ansatz zur Modernisierung von Organisationen, um Gleichwertigkeit statt Gleichstellung, geschlechterbezogenen Sichtweisen und deren Auswirkungen auf Entscheidungen. Nicht ohne Grund wurde das Prinzip 1999 im Vertrag von Amsterdam verankert, weil ein noch immer mangelndes Bewußtsein für Frauen- und Geschlechterfragen in unserer Gesellschaft vorherrscht. Damit sind keineswegs die verschiedenen Lebensformen in Familie, ohne Familie, homosexuelle Orientierungen in Frage gestellt.
    Die Inhalte, die Herr Mascher (www.ojc.de) dazu in die Öffentlichkeit transportiert sind schlichtweg falsch, polemisch und polarisierend und nicht würdig für eine christliche Gemeinschaft, die auch ernst genommen werden will.

  4. Konstantin Mascher
    Konstantin Mascher um | | Antworten

    Sehr geehrte Frau Mayer,

    vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ich kann Ihre Sicht und Kritik gut verstehen und einordnen.

    Solche Pressemitteilungen sind immer kondensierte und reduzierte Statements und von daher leicht misszuverstehen. In meinen Vorträgen differenziere ich immer zwischen den Gender Theorien (Idee) und Gender Mainstreaming (realpolitische Umsetzung). Das ist bei der Pressemitteilung nicht berücksichtigt worden.

    Sie schreiben:

    „Es geht um eine Herausforderung für den Dialog der Geschlechter, es geht um eine geschlechtergerechte Perspektive , ein Ansatz zur Modernisierung von Organisationen, um Gleichwertigkeit statt Gleichstellung, geschlechterbezogenen Sichtweisen und deren Auswirkungen auf Entscheidungen. Nicht ohne Grund wurde das Prinzip 1999 im Vertrag von Amsterdam verankert, weil ein noch immer mangelndes Bewußtsein für Frauen- und Geschlechterfragen in unserer Gesellschaft vorherrscht.“

    Ich stimme Ihnen darin überein, dass Gender Mainstreaming ein berechtigtes Anliegen hat: mehr Gerechtigkeit. Dieses Ziel gilt es grundsätzlich zu unterstützen. Die impliziten und expliziten Forderungen und deren Umsetzung von Gender Mainstreaming werfen immer mehr Fragen auf.
    • Ist Gender Mainstreaming wirklich die Lösung?
    • Ist z.B. die Quotenregelung auf allen Ebenen von allen Beteiligten erwünscht?
    • Woran misst man letztendlich, ob eine Gleichstellung tatsächlich und geschlechtergerecht umgesetzt wurde?
    • Gibt es DIE „geschlechtergerechte Perspektive“ und DIE dazugehörige Lösung?
    • Ist die Bedürfnislage von Frauen und Männern nicht deutlich komplexer? Die Feministin Susan Pinker schreibt in ihrem Buch „Das Geschlechterparadox“: „Nicht alle Frauen wollen dasselbe. Und wenn Frauen die Wahl haben, treffen nur 20 Prozent von ihnen die gleiche Wahl wie die Männer.“ (S. 218).

    Auf der Weltfrauenkonferenz in Peking (1995) hieß es in der Abschlussresolution: Mainstreaming a gender perspective, d.h. eine Gender Perspektive in den Hauptstrom der Gesellschaft einzuführen. Auf dieser Weltfrauenkonferenz gab es bereits heftige Auseinandersetzungen, was denn diese Gender Perspektive genau bedeute und dass sie nicht die Bedürfnisse ALLER Frauen berücksichtige. Dale O’Leary berichtet als Zeitzeugin über den Prozess, wie diese Abschlussresolution zustande gekommen ist (http://www.dijg.de/gender-mainstreaming/dale-o-leary-agenda-konzept-hintergrund/). Der Bericht ist sehr aufschlussreich und stellt so manche berechtigte Anfrage.
    Warum hat man es nicht bei dem Begriff „Gleichstellungspolitik“ belassen? Dieser Begriff ist relativ eindeutig. Die Begriffskombination „Gender Mainstreaming“ ist alles andere als verständlich. Gibt es überhaupt die „gender perspecitve“? Es gibt halt nicht die eine und absolute Gender Perspektive. Weil es nicht die eine Perspektive gibt, kann man ihr im Nachhinein alles Mögliche unterschieben. Das geschieht momentan und ich halte das persönlich für sehr bedenklich.

    Auch wenn Gender Mainstreaming und die Gender Theorien in einem Spannungsverhältnis stehen, so fordern immer mehr Gender-Protagonisten eine stärke Orientierung des Gender Mainstreaming an den Gender Theorien bzw. an den Queer-Studies. Die Soziologieprofessorin Nina Degele sieht es folgendermaßen:

    „Durchblicken oder durchsetzen – auf diese Formel ließe sich der Unterschied von Gender Studies und Gender Mainstreaming bringen: Um die Bedeutung der Kategorie Geschlecht und von Geschlechterverhältnissen in ihren sozialen Zusammenhängen zu durchblicken und im nächsten Schritt auch zu verändern, bedarf es der wissenschaftlichen Analyse. Dafür sind Gender Studies zuständig. Um diesen nächsten Schritt, nämlich Geschlechtergerechtigkeit zu institutionalisieren, auch politisch durchzusetzen, sind spezifische Instrumente und Methoden vonnöten. Damit ist Gender Mainstreaming als politische Strategie gefragt. Zwei völlig verschiedene Kontexte also, denen dieses hip daherkommende Vokabular entspringt, und damit auch unterschiedliche Ziele, denen die beiden Konzepte verpflichtet sind: Reflexion, Wahrheitsfindung und Verunsicherung einerseits und Empowerment als Erweiterung von Gestaltungsmöglichkeiten und Machtgewinn andererseits. Gender Mainstreaming ist aber nicht nur eine Strategie der Geschlechterpolitik in Politik und Wirtschaft, sondern ebenso auch in der Institution Wissenschaft. Und Gender Studies zielen auf eine Entnaturalisierung von Geschlecht, was als Programm allen Strategien des Gender Mainstreaming (implizit) zugrunde liegt.
    Diese Entnaturalisierung lässt sich am prägnantesten mit dem Begriff des ‚Queering‘ fassen. Queer beschreibt ‚Ansätze oder Modelle, die Brüche im angeblichen stabilen Verhältnis zwischen chromosomalem, gelebtem Geschlecht (gender) und sexuellem Begehren hervorheben. Im Kampf gegen diese Vorstellung von Stabilität – die vorgibt, Heterosexualität sei ihre Ursache, während sie tatsächlich ihre Wirkung ist – lenkt queer den Blick dahin, wo biologisches Geschlecht (sex), soziales Geschlecht (gender) und Begehren nicht zusammenpassen‘. Gemeint ist also eine Entselbstverständlichung unhinterfragter Annahmen in Bezug auf die Kategorien ‚männlich‘, ‚weiblich‘, ‚Hetero‘- und ‚Homosexualität‘ sowie die Annahme der Zweigeschlechtlichkeit.“

    Das GenderKompetenzZentrum (lange vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert), hatte stillschweigend das Anliegen der 4. Weltfrauenkonferenz erweitert. Es ging hier nicht mehr „nur“ um Gleichstellungspolitik von Mann und Frau, sondern um ein Erweitern der Zweigeschlechtlichkeit. Das geht nur über eine bewusste „Entselbstverständlichung“ der Zweigeschlechtlichkeit.

    Inzwischen wird das GenderKompetenzZentrum nicht mehr vom BMFSFJ gefördert, sondern arbeitet selbständig in Trägerschaft durch den Verein „Gender/Queer e.V.“ Dort heißt es:

    „Das ‚Institut für Queer Theory‘ ist ein Zentrum der Forschung, der Theoriebildung und des internationalen Austauschs im Feld der Queer Theory. Es widmet sich der Geschlechter- und Sexualitätenforschung sowie ihrer Vermittlung in Öffentlichkeit und Praxis. Anliegen des Instituts ist es, rigide zweigeschlechtliche und normativ heterosexuelle Geschlechterverhältnisse kritisch zu hinterfragen und zu verändern. Über den Fokus auf Geschlecht und Sexualität hinaus, hat es sich zum Ziel gesetzt, nicht-hierarchische Formen sozialer Differenz zu stärken. Das Institut ist ein Knotenpunkt wissenschaftlicher, politischer und künstlerisch-kultureller Auseinandersetzungen.“ Quelle: http://gender-queer.de/einrichtungen/institut-fuer-queer-theory.html

    Hinweisen möchte ich Sie auch auf das „Gender-Manifest“. Das Ziel ist eindeutig: Die Dekonstruktion der Zweigeschlechtlichkeit und die Propagierung einer Vielgeschlechtlichkeit. Dieses Dokument ist schon seit einigen Jahren auf der Website des GenderKompetenzZentrums zu finden. Interessant ist auch die personelle Besetzung des GenderKompetenzZentrums: Ich empfehle Ihnen einen Artikel über Susanne Baer. Sie war seit der Gründung 2003 bis 2010 Direktorin des GenderKompetenzZentrums und ist nun Richterin des Bundesverfassungsgerichtes: http://www.dijg.de/gender-mainstreaming/susanne-baer-bundesverfassungsgericht/

    Es gibt weitere zahlreiche Zusammenhänge und Hinweise, die den Rahmen dieser Erwiderung schlichtweg sprengen würden. Ich hoffe, dass Sie nun die Veranstaltung der sächsischen Bekenntnis-Initiative besser einordnen können.

    Mit freundlichen Grüßen

    Konstantin Mascher

  5. Feurer Karl-Albert
    Feurer Karl-Albert um | | Antworten

    Was mich entsetzt ist die Tatsache das es ohne Wissenschaftliche Erkentnis oder belegten Studien an Schulen u. Kindergärten schon eingeführt wird eine Idiollogie von Grün Rot .Die Bevölkerung befindet sich Dank unserer Lügenpresse im Tal der Ahnungslosen.

  6. Lutz Hardtmann
    Lutz Hardtmann um | | Antworten

    Ich bin Vater von einem Sohn und politisch interessiert. In Diskussionen habe ich Freunden davon berichtet, das man uns durch das Amsterdamer Gesetz 1999 die Kinder umerziehen möchte. Sämliche Verhaltensmuster von Jungen oder Mädchen seien gesellschaftlich anerzogen und gilt es gleichzustellen. Jedes Kind soll sich sein Geschlecht aussuchen können.
    Die Natur wird dies nicht komplett zulassen weil es meiner Meinung eher genetische Muster sind. Trotzdem denke ich, dass dies psychische Schäden verursachen wird. Nun bin ich der kranke Verschwörungstheoretiker der sich im Internet hat verdummen lassen. Man lacht nun über mich.
    Gibt es für diese Thesen stichhaltige Beweise wie z.B. Broschüren öffentlicher Stellen oder Gesetzte die diesen Umstand klar ausdrücken? Oder sind es nur Vermutungen einiger weniger Gestörter? Mit Internetseiten kann man niemanden bei so verrückten Thesen überzeugen.
    Gruß Lutz Hardtmann

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